Bestelltes Haus
Bei Weitz in der Georgstraße gibt es seit 1892 Edles für Küche und Esstisch. Inhaber Jürgen Weitz hat nun die Fassade aufwendig energetisch sanieren lassen und so den Stammsitz fit für die Zukunft gemacht – unterstützt von der Sparkasse Hannover.

Jürgen Weitz steht vor dem Geschäft in der Georgstraße, das seinen Familiennamen in grünen Buchstaben über dem Eingang trägt. In den Schaufenstern glänzen edles Porzellan und Geschirr, der Markenkern des Hauses, darüber strahlt der Sandstein in der Frühlingssonne. Weitz hat die Fassade des großen Hauses gerade energetisch sanieren lassen – mit Unterstützung der Sparkasse Hannover. Zufrieden schaut der Unternehmer auf das Haus, das er seit Kindertagen kennt: „Das ist richtig schön geworden.“
Der Name Weitz hat in Hannover Geschichte. 1892 gründete Friedrich Weitz, der Sohn von Firmengründer Wilhelm Weitz, am Standort nahe der Oper die sogenannte Kristallerie. Im Krieg wurde das Haus zerstört, in den 1950er-Jahren baute es der Großvater des heutigen Mitinhabers wieder auf. Das Haus gehört einer Erbengemeinschaft um Jürgen Weitz, das Porzellan-Unternehmen mit dem Geschäft im Erdgeschoss gehört ihm allein. Jetzt, mehr als 70 Jahre später, war es an der Zeit, nicht nur neue Fenster einzubauen, sondern gleich die ganze Fassade zu erneuern – mit einer optimalen Wärmedämmung. Die bisher einfach auf das Mauerwerk mit Mörtel geklebte Fassade wurde komplett abgerissen und modernes Dämmmaterial verbaut. So werden Kältebrücken vermieden. Davon profitiert nicht nur der Geschäftsinhaber, sondern auch die gewerblichen Mieter der Etagen darüber: „Sie werden sich über mehr Aufenthaltsqualität und weniger Heiz- und Klimaanlagen-Kosten freuen können“, sagt Jürgen Weitz.
Die Ersparnis stand im Mittelpunkt der Überlegungen, doch dem Unternehmer war auch wichtig, dass das Gebäude im Zuge der Modernisierung seinen Stil bewahrt. Und so fügen sich die schwarzen, nun dreifach verglasten Fenster elegant in die neue Fassade. Diese wurde mit Obernkirchener Sandstein aus Rinteln verkleidet, der in Hannovers Innenstadt an vielen Gebäuden zu finden ist.
Weniger Energieverbrauch, angenehmeres Raumklima
Rund zwei Millionen Euro hat Weitz für die neue Fassade ausgegeben, gestemmt wurde die Maßnahme mithilfe einer gewerblichen Baufinanzierung der Sparkasse Hannover. Das Geld ist gut investiert, finden Bauherr und Berater: „Das Haus erfährt durch die Modernisierung eine deutliche Wertsteigerung“, so beschreibt es Thomas Teichgräber, Firmenkundenberater der Sparkasse Hannover. Die fünf Etagen über dem Geschäft sind komplett vermietet und gewinnen an Attraktivität: Durch die zeitgemäße Dämmung sinken die Nebenkosten in den Arztpraxen und den Büroräumen, die Räume bleiben nun auch im Hochsommer angenehm kühl.

v. l.: Jürgen Weitz mit Thomas Teichgräber, Firmenkundenberater der Sparkasse Hannover
Die Finanzierung durch die Sparkasse war kein aufwendiger Prüffall: Das Institut ist langjähriger Partner des Traditionshauses, das auch Dependancen in Hamburg und Bielefeld betreibt. „Die Sparkasse Hannover hat uns mit Herrn Teichgräber auch hier bestens beraten“, sagt Weitz. Länger dauerte es hingegen, die passende Förderung zu finden – eine einmalige Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder ein zinsgünstiges Darlehen über die KfW. „Die KfW hätte Maßnahmen einfordern können, die die Sanierung teurer und langwieriger gemacht hätten – für uns aber nicht sinnvoll gewesen wären“, sagt Jürgen Weitz. Der Unternehmer entschied sich für eine Förderung durch das BAFA. Wenn er die Rechnungen nach Abschluss der Arbeiten einreicht, bekommt er rund 350.000 Euro erstattet. So amortisiert sich die Investition deutlich schneller.
Auch die nächste Generation profitiert
Trotz allem ist die Modernisierung der Fassade für den Unternehmer eine Investition mit langfristiger Perspektive. „Die alte Fassade hat 70 Jahre gehalten – wenn das mit der neuen auch nur ansatzweise gelingt, lohnt sich das allemal“, sagt Weitz. Die ersten Rückmeldungen der Mieter aus den fünf Stockwerten über dem Geschäft sind schon mal positiv.
Profitieren wird von der Maßnahme nicht nur der Firmeninhaber selbst. Der 67-Jährige denkt auch an die nächste Generation. In wenigen Jahren sollen zwei seiner Kinder in seine Fußstapfen treten. „Ich bin stolz, dass das Unternehmen in die sechste Generation geht – und dass ich meinen Kindern ein Haus in Top-Zustand übergeben kann“, sagt Jürgen Weitz. Berater Teichgräber lobt so viel Weitsicht: „Nachfolge ist ein Riesenthema – und eine gut instandgehaltene Immobilie kann vieles leichter machen.“
Unterstützung bei der Sanierung: KfW oder BAFA?
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind die wichtigsten Förderstellen für energetische Maßnahmen im Gebäudebereich. Zwei sperrige Namen, zwei verschiedene Förderansätze: Die KfW fördert vor allem über zinsgünstige Kredite mit Tilgungszuschüssen. Im Fokus stehen Neubauten nach Effizienzhaus-Standard oder umfassende Sanierungen. Der Antrag läuft in der Regel über ein Kreditinstitut wie die Sparkasse Hannover.
Das BAFA gewährt dagegen direkte Investitionszuschüsse, insbesondere für Einzelmaßnahmen wie Heizungsmodernisierung, Dämmung oder Energieberatung. Anträge werden direkt beim BAFA gestellt. Beide Förderwege können teilweise kombiniert werden, etwa, indem man den Einbau einer Wärmepumpe über das BAFA, die Sanierung zum Effizienzhaus hingegen über die KfW fördern lässt.
Text: Gerd Schild
Foto: Helge Krückeberg
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