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Studentische Gründungen – Vom Forschungsprojekt zum Start-up

eingestellt von Malte Mackenrodt am 27. Juli 2017

Start-up-Spezialist

Von pfiffigen Ideen bis hin zu bahnbrechenden Forschungsergebnissen: An Hannovers Hochschulen wimmelt es an verborgenen Geschäftsmodellen – diese müssen nur gehoben werden. Dafür sorgt unter anderem Tobias Quebe, Projektleiter von „starting business“, dem gemeinsamen Gründungsservice der Leibniz Universität Hannover und von hannoverimpuls, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft von Stadt und Region Hannover. Im Interview erzählt er, wie es um die Gründungsmentalität von Studenten und Wissenschaftlern steht.

Sind Wissenschaftler gute Geschäftsleute?

Wie immer im Leben gilt: Es gibt solche und solche. Das Gespür für unternehmerische Gelegenheiten und kaufmännische Kompetenzen hängt stark von der Persönlichkeit, dem Umfeld, den Qualifikationen und Erfahrungen ab.

Werden unternehmerische Themen denn ausreichend in die Hochschulen hineingetragen?

Hier ist einiges in der Entstehung. An der Leibniz Universität Hannover hat beispielsweise das Institut für Unternehmensführung und Organisation auch Vorlesungen für Maschinenbauingenieure geöffnet. Zudem bietet unser Gründungsservice seit 2015 die Vorlesung „Gründungspraxis für Technologie-Start-ups“ an. Studenten aus der Fakultät für Maschinenbau sowie der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik können sich die Teilnahme auf ihr Studium anrechnen lassen. Das motiviert zusätzlich, sich mit unternehmerischen Themen zu befassen. Weitere Fakultäten sollen folgen.

Wie bewerten Sie den Rückhalt seitens der Professoren und der Hochschulleitung?

Das Thema steht ganz klar auf deren Agenda. Natürlich sind Universitäten in erster Linie Lehr- und Forschungseinrichtungen. Der Gedanke, dass sich aus den Ideen und Forschungsergebnissen auch Geschäftsmodelle ergeben können, ist aber überall in der Universität präsent. So fungiert in jeder Fakultät ein Professor als Gründungsbeauftragter, der unser erster Ansprechpartner ist und das Thema in die Fakultät hineinträgt.

Welchen Beitrag leisten Sie konkret für die Gründungskultur?

Unsere Arbeit hat drei zentrale Facetten: Sensibilisierung, Gründungsberatung und Qualifikation.  Zur Sensibilisierung für das Gründungsthema veranstalten wir etwa Events, wie den Start-up-Slam. Dabei können Gründungsinteressierte ihre Ideen einem breiten Publikum vorstellen. Wer eine Existenzgründung ins Auge fasst, kann für ein individuelles Beratungsgespräch auf uns zukommen, in dem wir mögliche Risiken und Förderangebote besprechen. Dabei zeigt sich, wo es Nachbesserungsbedarf gibt. Diesen gehen wir mit kostenlosen Einzel- oder Gruppen-Coachings an, die die unternehmerischen Kompetenzen verbessern sollen – etwa zu den Themen Marktanalyse, Vertrieb oder Businessplanerstellung.

Für welche Angebote ist die Nachfrage besonders hoch?

Unsere Beratungsgespräche und die Events sind besonders beliebt. Gründerinnen und Gründer sowie Gründungsinteressierte nutzen gerne die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. In den Beratungsgesprächen zeigt sich, dass der größte Coachingbedarf bei Vertriebs- und Marketingthemen besteht.

Inwiefern lohnt es sich für etablierte Unternehmen, an Ihren Netzwerk-Veranstaltungen teilzunehmen?

Unternehmensvertreter sind natürlich auch immer herzlich willkommen. Bei den Start-up-Slams können sie sich von den Ideen der Gründer inspirieren lassen und vielleicht zukünftige Kooperationspartner finden. 

Während Ihres Studiums der Wirtschaftsgeographie an der Leibniz Universität Hannover haben Sie selbst einen Online-Handel für individuelle Gewürzmischungen gegründet. Haben Sie damals selbst Unterstützung erhalten?

Damals gab es zwar schon eine Gründungsförderung, aber die war noch nicht so präsent wie heute. Daher habe ich auch nur am Rande davon mitbekommen und die Gründung auf eigene Faust durchgezogen. Das war ein Fehler: Ich habe das Marketing und die Produktentwicklung unterschätzt. Wenn ich früh genug Beratung in Anspruch genommen hätte, dann hätte ich mir einiges an Stress erspart.

Text: Marcel Berndt; Foto: privat

Dieser Beitrag erschien zuerst in „ZUKUNFT unternehmen“, dem Newsletter der Sparkasse Hannover für Unternehmerinnen und Unternehmen. Sie haben Interesse an weiteren spannenden unternehmerischen Themen und Inhalten? Hier können die den Newsletter abonnieren!

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