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Geld nachhaltig anlegen

Geld nachhaltig anlegen

Renditen sind wichtig bei der Geldanlage. Immer mehr Menschen möchten mit ihrem Investment jedoch auch einen positiven Beitrag für Umwelt und Gesellschaft leisten. Experten der Sparkasse Hannover erklären in dieser Serie, wie beides zusammengeht. Heute: Tim Riemann aus dem BeratungsCenter Großburgwedel

Der Zins ist weg – was nun?

Sparprodukte bringen kaum noch Rendite. Doch es gibt Alternativen: Im Rahmen ihrer ganzheitlichen Beratung ermittelt die Sparkasse Hannover die Wünsche ihrer Kunden und stellt ein passgenaues Portfolio zusammen. Ein Gespräch über Rendite und Sicherheit, Liquidität und Nachhaltigkeit:

Herr Riemann, die Deutschen haben 2020 mehr Geld auf die hohe Kante gelegt als je zuvor. Gilt das auch für die Kundinnen und Kunden der Sparkasse Hannover?
Ja, die Sparquote ist gestiegen. Viele Leute geben aufgrund der Pandemie weniger aus für Reisen oder Restaurantbesuche als in „normalen“ Zeiten. Ich merke bei mir selber, dass am Monatsende mehr Geld übrig ist als früher.

Tim Riemann, Anlagespezialist BeratungsCenter Großburgwedel, Foto: Helge Krückeberg

Ist dieses Extrageld auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto gut aufgehoben?
Kommt darauf an. Jeder sollte zwei bis drei Monatsgehälter als Reserve auf dem Tagesgeldkonto liegen haben – etwa für den Fall, dass die Waschmaschine kaputtgeht und ersetzt werden muss. Auch für fest geplante Anschaffungen in naher Zukunft kann das Tagesgeldkonto eine

gute Lösung sein. Ist darüber hinaus Geld vorhanden, das längerfristig nicht benötigt wird, bieten sich Alternativen an, mit denen sich höhere Erträge erzielen lassen. Da setzen wir an mit unserer ganzheitlichen Beratung.

Was bedeutet „ganzheitlich“?

Dass wir genau untersuchen, welche Anlagebedürfnisse der Kunde hat und mit welchen Produkten er sich dauerhaft wohlfühlt. Als Erstes ermitteln wir deshalb anhand eines Fragebogens, wie viel Risiko der Kunde einzugehen bereit ist.

Sie meinen, in welcher Höhe er Verluste vorübergehend verkraften kann?
Genau. Wobei man sich vor Augen halten muss, dass „gefühlt sicherere“ Produkte wie Sparbriefe seit einiger Zeit dauerhaft zu Verlusten führen. Die Niedrigzinsen führen dazu, dass Ersparnisse real an Wert verlieren: Die Inflation frisst die Erträge auf, sodass die Rendite ins Minus rutscht.

Was sollten Anleger bei der Zusammenstellung ihres Portfolios beachten?
Wichtig ist, nicht alle Eier in einen Korb zu legen – und nicht nur Eier einer Sorte zu wählen. Je nach Anlagebetrag verteilen wir das Geld deshalb auf eine Vielzahl an Produkten. Sollte der Wert einer einzelnen Anlage sinken, kann das mit dem Plus der übrigen Investments aufgefangen werden. Bei einem Portfolio von 50.000 Euro empfehlen wir, sechs unterschiedliche Produkte zu mischen.

Was gehört in das Musterportfolio eines Kunden mit mittlerem Risikoprofil?
Etwa 20 Prozent Immobilien – am besten in Form offener Fonds, die in eine Vielzahl von Gebäuden investieren. Weitere 20 Prozent in Rentenfonds, also Fonds, die festverzinsliche Wertpapiere halten. Die restlichen 60 Prozent sollten in Aktien fließen, weil diese langfristig die besten Renditechancen bieten. Neben aktiv gemanagten Fonds bieten sich Zertifikate an, deren Wert sich an Börsenindizes wie dem Dax oder speziell zusammengestellten Aktienkörben orientieren.

Seit einigen Monaten kennen die Aktienmärkte kein Halten mehr. Auch der Dax klettert auf immer neue Höchststände. Wird Ihnen da manchmal mulmig?
Aktien sind tatsächlich nicht mehr billig, wir rechnen aber mittel- bis langfristig mit einer positiven Entwicklung an den Börsen. Außerdem erwarten wir nicht, dass die Zinsen wieder annähernd in die Regionen steigen, wo sie vor 15 Jahren waren. Wer positive Renditen erzielen möchte, hat also wenige Alternativen.

Was raten Sie Anlegern, die sich vor einem Anstieg der Inflation fürchten?
Dass sie die derzeitigen Raten unter zwei Prozent nicht schrecken müssen. Und dass gerade Sachwerte wie Aktien oder Immobilien grundsätzlich einen guten Schutz vor Geldentwertung bieten.

Wie macht sich die Corona-Pandemie bei den Anlagewünschen Ihrer Kunden bemerkbar?
Viele Menschen – junge wie ältere – fragen sich stärker als früher: Was brauche ich noch an Konsum, was ist wirklich wichtig? Das spiegelt sich im Anlageverhalten: Immer häufiger sprechen uns Kunden darauf an, dass sie ihr Geld gerne nachhaltiger anlegen möchten.

Ist das nicht sehr riskant? Mit Geldanlagen, die auf Solarenergie setzten, ist mancher vor ein paar Jahren auf die Nase gefallen.
Da hat sich seither eine Menge getan. Zum einen umfasst Nachhaltigkeit heute viel mehr als nur alternative Energien. Das Thema ist inzwischen in unser aller Leben angekommen. Wir fahren Elektroautos, bereiten den Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft vor, konsumieren gezielter, ernähren uns bewusster … Das ist ein langfristiger Trend.

Setzen Sie selbst auch auf diesen Trend?
Ja, sicher! Für unseren Sohn haben wir zum Beispiel Sparpläne abgeschlossen, bei denen regelmäßig in nachhaltige Aktienfonds eingezahlt wird.

GLOSSAR

Inflation Erhöhung des Preisniveaus von Gütern und Dienstleistungen. Die Europäische Zentralbank will die Inflationsrate durch ihre Geldpolitik mittelfristig knapp unter zwei Prozent halten.

Portfolio Die Summe aller Investments eines Anlegers, zum Beispiel Aktien, Anleihen, Immobilien oder Fondsanteile. Ein ausgewogenes Portfolio enthält stets mehrere unterschiedliche Anlageprodukte.

Rendite Jährlicher Ertrag einer Geldanlage in Prozent. Bei Aktien setzt sich die Rendite aus Kursgewinnen bzw. -verlusten und der Dividende zusammen, bei Anleihen aus Kursveränderung und jährlicher Verzinsung.

Sie wollen mehr darüber erfahren, wie Sie Ihr Geld nachhaltig vermehren können? Dann wenden Sie sich an unsere Expertinnen und Experten, oder vereinbaren Sie einen Beratungstermin unter: info@sparkasse-hannover.de

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