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Auf den Inhalt kommt es an

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Viele Menschen gestalten ihren Alltag bewusster. Das gilt zunehmend auch beim Kauf von Finanzprodukten. Doch wie lässt sich Geld überhaupt nachhaltig anlegen? Und wie können Anleger die Wirksamkeit kontrollieren? Ein Gespräch mit Martina Eicke über Auswahlkriterien, Anlagestrategien und Transparenz von Fondsgesellschaften.

Frau Eicke, nachhaltige Geldanlagen sind gefragt wie nie. Auch bei Ihren Kundinnen und Kunden?
Ja, unbedingt. Immer mehr Menschen ernähren sich vegetarisch oder vegan und lassen häufiger das Auto stehen. Sie machen sich einfach mehr Gedanken darüber, was aus ihrem Verhalten folgt. Da ist es nur konsequent, dass sie auch beim Thema Geldanlage weiterdenken. Viele möchten von mir wissen, ob ihr Geld in Unternehmen investiert wird, die nachhaltig wirtschaften.

Martina Eicke, Beraterin im BeratungsCenter Pattensen. Foto: Helge Krückeberg

Und wie lautet Ihre Antwort?
Wenn sie in Nachhaltigkeitsfonds des Sparkassen-Partners Deka investieren, können sie sich darauf verlassen. Die Gesellschaft hat einen Transparenzkodex unterzeichnet und hält nur Wertpapiere, die strengen Standards unterliegen.

Welche Standards sind das?
Profis sprechen von ESG-Kriterien : Die Unternehmen müssen in puncto Ökologie, Sozialverhalten und Unternehmensführung bestimmte Auflagen erfüllen. Das Thema Nachhaltigkeit ist breit gefasst. Einige sogenannte Impact Fonds unterstützen die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, die von der Bekämpfung von Armut und Hunger über die Schaffung menschenwürdiger Arbeitsverhältnisse bis hin zu Gesundheit, sauberem Wasser und vernünftigen Wohnbedingungen reichen.

Welche Konsequenzen hat das für die Auswahl der Wertpapiere in einem Fonds?
In dem Impact Fonds der Deka werden Sie zum Beispiel die Wertpapiere mancher Limonadenhersteller nicht finden, weil deren Getränke teilweise so viel Zucker enthalten, dass dies dem Entwicklungsziel Gesundheit widerspricht.

Wie finden Fondsmanager passende Titel?
Zunächst werden alle Unternehmen mit problematischen Produkten wie Waffen, Alkohol oder Atomkraft aussortiert. Danach wird geprüft, wie es ums Umweltmanagement bestellt ist. Wie sieht es mit der sozialen Verantwortung aus? Wie transparent ist das Unternehmen? Meist wird ein Best-in-Class-Ansatz gewählt.

Was steckt dahinter?
Es werden die Unternehmen herausgefiltert, die in ihrer Gruppe besonders gut abschneiden. Zum Schluss schauen der oder die Fondsmanager sich an, wie die Unternehmen in Bezug auf Gewinn und Wachstum dastehen, denn daraus leitet sich letztlich die Rendite ab. Nicht einmal jedes zehnte Unternehmen aus der Ausgangsgruppe qualifiziert sich für die Aufnahme in einen Nachhaltigkeitsfonds.

Woher weiß ich, welche Unternehmen in „meinem“ Fonds enthalten sind?
Zum einen bietet die Investmentgesellschaft spezielle Beraterinformationen, die ich an meine Kundinnen und Kunden weitergebe. Zum anderen liefert die Website der Fondsanbieter ein genaues Bild über die Zusammensetzung der Fonds.

Müssen Anleger auf Rendite verzichten, wenn sie auf das Thema Nachhaltigkeit setzen?
Das war vielleicht vor zehn Jahren noch so, mittlerweile nicht mehr. Heute ist es für ein Unternehmen ein Problem, wenn es beim Thema Nachhaltigkeit zurücksteht. Es verliert an Wettbewerbsfähigkeit – allein deshalb, weil es kein Kapital erhält. Eine Fondsgesellschaft verwaltet zwar das Geld von Kleinanlegern, aber in Summe sind das gewaltige Beträge.

Das große Interesse an Nachhaltigkeitsfonds treibt die Preise nach oben. Lohnt sich der Einstieg noch?
Die Kurse haben zuletzt insgesamt relativ stark zugelegt. Natürlich weiß man nie genau, wie sich ein Markt entwickeln wird. Beim Thema Nachhaltigkeit sind die meisten Unternehmen aber längst nicht am Ziel. Da ist also noch Potenzial.

Manche Anleger fühlen sich mit einem reinen Aktienfonds nicht wohl. Welche Alternativen empfehlen Sie?
Zum Beispiel Rentenfonds, die in festverzinsliche Wertpapiere nachhaltig wirtschaftender Unternehmen investieren. Oder nachhaltige Mischfonds, die sowohl Aktien als auch Rentenpapiere enthalten. Auch Immobilienfonds sind oftmals nachhaltig.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in Ihrem eigenen Leben?
Auch ich bemühe mich um einen bewussten Lebensstil. An meinem Wohnort benutze ich oft das Fahrrad, meinen Fleischkonsum habe ich minimiert, und ich vermeide Plastikverpackungen. Bei der Geldanlage achte ich natürlich auch auf Nachhaltigkeit. Deswegen kann ich mich gut mit den Bedürfnissen und Fragen unserer Kunden identifizieren.

GLOSSAR

ESG-Kriterien Anbieter nachhaltiger Fonds achten auf einen rücksichtsvollen Umgang mit der Umwelt (engl. „environment“), die Einhaltung der Menschenrechte („social“) und den transparenten Umgang mit Firmenbelangen („governance“).

Impact Fonds Besonders nachhaltige Form der Geldanlage. Das Investment soll durch das Handeln der Unternehmen eine nachweislich positive Wirkung (engl. „impact“) erzielen.

Transparenzkodex Der „Europäische Transparenz Kodex für Nachhaltigkeitsfonds“ verpflichtet Unterzeichner, „genaue, angemessene und aktuelle Informationen“ über die Nachhaltigkeitsstrategie ihrer Produkte zu veröffentlichen.

Sie wollen mehr darüber erfahren, wie Sie Ihr Geld nachhaltig vermehren können? Dann wenden Sie sich an unsere Expertinnen und Experten, oder vereinbaren Sie einen Beratungstermin unter: info@sparkasse-hannover.de

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